Südostasien, du stiehlst mein Herz…

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Hallo meine Lieben,

liebste Grüße aus dem wundervollen Kambodscha! Mir geht es gut, ich habe noch kein Malaria und kein Denguefieber 😉

Nachdem ich schon eine Weile die Thailand Fotos hochgeladen habe, wollte ich sie jetzt endlich veröffentlichen. Allerdings sind die Eindrücke aus den zwei Wochen Thailand und den vergangenen drei Wochen so überwältigend, dass ich sie erst einmal sortieren und etwas verarbeiten muss bevor ich sie in Worte fassen kann. Kann im Moment noch nicht sehr klar denken. Aber Thailand war gut. Hatte wir gesagt ein wahnsinnig gutes Silvester in Bangkok, war viel Feiern, habe viele tolle Menschen aus aller Welt kennengelernt usw. Ich habe mich einfach treiben lassen, war eine sehr gute Zeit und ich kann es kaum erwarten wieder nach Thailand zu reisen, um noch viel mehr zu sehen.

Jetzt sind es noch genau ELF Tage und ich bin wieder in Deutschland. Ich kann es mir noch nicht so richtig vorstellen, mein vergangenes halbes Jahr war einfach so komplett anders als mein Leben in Deutschland. Asien fehlt mir schon jetzt und ich denke darüber nach wie ich möglichst schnell wiederkommen kann und hier leben und reisen. Aber natürlich freue ich mich auch auf Deutschland, auf meine Familie und Freunde. Aber auch auf meine eigene Wohnung und mein eigenes Bett, auf nach einem halben Jahr auswärts Essen wieder in meiner eigenen Küche kochen, auf Brot und Käse, auf all die Geschichten, die meine Freunde über ihr Auslandssemester zu erzählen haben, auf Partys im Koi und im Schneckenhof, aufs Fahrradfahren, auf guten Kaffee, auf das Mannheimer Nationaltheater, auf die Erfurter Altstadt, auf einen großen Kleiderschrank, auf Einstein usw. Und ich wusste ja schon lange wann ich wiederkomme und ich habe auch genug Dinge und Personen, die auf mich in Deutschland warten, deshalb bin ich bereit nächste Woche nach Hause zu fliegen. Am 5.2. komme ich in Frankfurt an und bin dann bis zum 9.2. in Erfurt, an dem Tag fahre ich dann wieder nach Mannheim.

Ich hoffe es geht euch gut, ich freue mich auf euch und hoffe ich sehe viele von euch so schnell wie möglich wieder, um all die Dinge nachzuholen, die wir im letzten halben Jahr verpasst haben. 

Hier nun ein paar Fotos aus Thailand.

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Fühlt euch gedrückt aus Siem Reap.

Eure Laura

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China…fast

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Hallo,

ich habe es endlich geschafft die Bilder von Hongkong, Macau und Shenzhen hochzuladen. Ich habe gerade leider nicht so viel Zeit zu berichten. Es war auf jeden Fall gut, Hongkong ist sehr westlich und es gibt sehr, sehr viele Ausländer v.a. Briten.  Ich könnte mir durchaus vorstellen dort für eine Weile zu leben, allerdings habe ich mich auch etwa eingeengt gefühlt. So kapitalistisch und westlich es auch ist, die Regeln sind streng und es ist umgeben von Mainland China. Einen Tag waren wir jeweils in Macau (mit der Fähre hingefahren, ganz nette, immer noch sehr portugiesische Innenstadt, sonst im Grunde wie Las Vegas) und Shenzhen (10 Mio. Einwohner und man steigt einfach am Rande von Hongkong aus der U-Bahn, geht durch ein Gebäude, bezahlt ein Visa on Arrival und schon ist man in China, allerdings ist es eine Sonderwirtschaftszone, deshalb braucht man kein teures, kompliziertes Visa wie sonst, man merkt aber definitiv, dass man nicht mehr in HK ist). Ich war genau über Weihnachten dort, haben nachmittags vom 24. den Nussknacker im Ballett gesehen und abends waren wir feiern. Mal was anderes 😉 Das Wetter war mit 20 Grad angenehm warm, ich mag die Stadt echt auch wenn es relativ teuer ist. Die Bilder geben glaub ich einen recht guten Einblick. 

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2012

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Frohes Neues meine Lieben!!! Ich hoffe ihr seid alle gut ins Jahr 2012 gestartet  und euch geht es gut.

Hier ein kleines Lebenszeichen von mir. Ich bin seit ein paar Tagen in Bangkok und habe hier auch Silvester gefeiert, gemeinsam mit circa 20 anderen Backpackern aus meinem Hostel. Das Hostel ist super, extrem netter Staff und die meisten Leute reisen allein, so findet man extrem schnell Freunde. Außerdem sind es sehr interessante Leute, zwischen 20 und 30 Jahren, aus allen Ländern der Welt und die meisten sind am Rumreisen und haben allgemein schon viel gesehen und erlebt. Viele studieren auch extrem spannende Sachen an richtig guten Unis und man hat einfach viel über was man sich austauschen kann.

Zurück zu gestern Abend. Wir waren erst bei einer Ping Pong Show, falls das einigen von euch was sagt und sind danach in einen Club zum Reinfeiern 😉  Haben kurz  vorher zufällig gleich eine Straße weiter einen Club entdeckt für circa 15 Euro Eintritt mit Freigetränken und die Party war auf der Dachterrasse im 47. Stock. Atemberaubender Ausblick über die Stadt und circa 2000 Leute dort. War der Wahnsinn! Bestes Silvester was ich jemals hatte!!! Danach sind wir noch mit ein paar Leuten auf die Khaosan Road, die Hauptpartymeile Bangkoks. Da war natürlich extrem viel los, wie eigentlich überall, ist ja auch schön warm hier, fast 30 Grad auch noch nachts. Allgemein ist in dieser Stadt immer etwas los, Alles spielt sich auf der Straße ab, man fühlt sich dadurch viel lebendiger. Bangkok ist eh fantastisch, klar ist es auch gefährlich, man wird leicht abgezockt, ausgeraubt usw. und vor allem als Frau muss man sehr vorsichtig sein. Aber es ist billig, jede Menge junge, interessante Leute(zwar auch viele Touristen, aber das ist einem ja vorher klar und v.a. sind die meisten Rucksacktouristen wenn man nicht grade im Hotel wohnt oder sich nur in den Tourigebieten aufhält), super Essen v.a. extrem frischen Obst, schöne Tempel, sehr freundliche Menschen, gute Partys, immer warm und Trubel, super zum Shoppen (egal ob billig oder teuer) und guter Ausgangspunkt für weitere Reisen in Asien. Silvester war dementsprechend gut.

Das einzige wirklich gruselige war, dass meine Armbanduhr(eine mechanische) fünf Minuten vor Mitternacht stehen geblieben ist! Wahrscheinlich nach drei Jahren einfach die Batterie leer, aber ausgerechnet wenige Minuten vor dem neuen Jahr 😀 Was wollte mir das Universium damit sagen? Ich soll in 2011 bleiben oder die Nacht möge für immer dauern? 😉 Das Jahr war übrigens ziemlich toll, vielen lieben Dank an all die Menschen, die es so besonders gemacht haben. Ich freue mich jetzt schon auf das noch junge Jahr mit euch 🙂

In Liebe,

eure Laura

Annyeong Hanguk

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Hallo,
ich sitze wieder einmal am Incheon Airport und warte auf mein Boarding. Dieses Mal habe ich aber um einiges weniger Zeit, da ich heute morgen noch ein riesen Paket mit meinen Wintersachen, Geschenken usw. nach Deutschland geschickt habe und aus meinem Zimmer ausgezogen bin. Deshalb war ich ziemlich knapp am Flughafen und fasse mich nun relativ kurz für ein kleines Resümee.

Das Auslandssemester ist nun definitiv vorbei, wo sind nur diese vier Monate hin? Ich fliege jetzt nach China und verlasse Korea für unbestimmte Zeit. Auf der einen Seite freue ich mich auf Hongkong und die kommenden Wochen im warmen Südostasien, ich darf nochmal eine ganz andere Seite Asiens kennenlernen. Auf der anderen Seite vermisse ich Korea schon jetzt, ich kann halt nicht einfach mal so für ein paar Tage hinfliegen wie vielleicht die Erasmus Studenten, dafür ist es viel zu teuer. Außerdem komme alle meine Freunde dort aus so vielen verschiedenen Ländern, viele Koreaner, Japaner und andere Asiaten, zudem Nord- und Südamerikaner und natürlich überall aus Europa. Keiner meiner engen Freunde kommt aus Deutschland, aber die Europäer werde ich doch bald wiedersehen, mit den anderen Freunden muss ich mich etwas gedulden bis wir wieder auf dem gleichen Kontinent sind und Skype muss als Ersatz dienen. Ich bin fast als Letzte abgereist und die vergangen Tage habe ich mich Stück für Stück von meinen Freunden verabschieden müssen, eine Abschiedsparty nach der anderen und viele Tränen. Die wenigsten von ihnen bleiben noch ein Semester Korea, für alle war es also ein sehr trauriger Abschied. Aber daran will ich jetzt nicht denken, bringt ja nichts.

Die Zeit in Korea war toll, ein wunderschönes Land mit einer sehr interessanten Kultur und sehr offenen, herzlichen Menschen. Es wird definitiv unterschätzt, es gibt wohl kaum Einen, der nach Korea fährt. Aber es ist definitiv eine Reise wert, auch wenn ich andererseits ganz froh bin, dass es kaum Westler in Korea gibt. Dadurch muss man sich wirklich in die Kultur einfügen und baut keine westliche Parallelgesellschaft auf. Die wirklich sehr mangelhaften Englischkenntnisse der Koreaner und meine noch mangelhafteren Koreanischkenntnisse machten die Kommunikation zwar manchmal etwas schwierig, aber es hat immer Alles ohne Probleme geklappt. Auf einen Kulturschock warte ich bis heute. Es ist vielleicht einfach zu modern und schön und die Leute zu nett, um einen Schock zu erleiden, aber natürlich erfordert es auch etwas Anpassung. Ich bin dankbar so viele tolle Menschen kennengelernt zu haben, Koreaner als auch Internationals und werde die Zeit für immer in guter Erinnerung behalten. Es war eine wahnsinnig schöne und prägende Erfahrung. Aber man soll ja bekanntlich aufhören wenn’s am schönsten ist, die Zeit war gerade so besonders, weil sie zeitlich begrenzt war! Abgesehen von der koreanischen Erfahrung bin ich auch auf den Geschmack Asiens gekommen, ich kann es kaum erwarten in den nächsten Wochen und Jahren noch mehr von diesem wahnsinnigen, verrückten, schönen, spannenden, wundervollen Kontinent zu sehen. 

Annyeong Hanguk, auf Wiedersehen Südkorea!!! Du wirst mir fehlen. 

Ich denke an euch und mache mich jetzt auf den Weg nach China.

Eure Laura

 

P.s.: Diesen Artikel habe ich am 20.12.2011 verfasst.

K-pop을 사랑해요

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Hallo meine Lieben,

nachdem ich vor über einem Monat diesen Artikel angefangen habe, muss ich ihn nun endlich mal beenden nachdem diese Woche der eigentliche Höhepunkt unserer Mass Media Class war und wir zu K-Pop tanzen mussten 😉 Hier nun der ursprüngliche Eintrag mit Ergänzungen am Ende.

Ich sitze gerade im T-Shirt (!!!) auf dem Campus, genieße die Sonne und schreibe dieses Artikel. Heute ist der 1.November und es sind über 23 Grad und es soll die Woche sogar noch wärmer werden, definitiv der beste Herbst, den ich jemals hatte! Der Höhepunkt der Herbstfärbung ist mittlerweile überschritten und die ersten Blätter fallen runter, aber die meisten Bäume strahlen noch in den schönsten Rot- und Gelbtönen. Angeblich tritt das vor allem bei der richtigen Mischung von Sonne und Regen auf, der verregnete und humide koreanische Sommer hat somit auch etwas Gutes. Es gibt sicher viele Länder in denen der Herbst noch wärmer ist, aber für eine Region in der es im Winter mindestens genauso kalt wie in Deutschland oder im Norden der USA ist, ist es schon relativ erstaunlich, dass es so warm ist. Ich werde zwar wohl auch noch Schnee in Korea erleben, aber ich hoffe wir überspringen den typisch europäisch, ungemütlichen Herbst mit einer Menge Regen, Wind und Matsch. So viel erst einmal zum Thema Wetter 😉 Anbei noch die versprochenen Bilder von der Uni.

Wenn ihr euch schon gefragt habt, was der Titel dieses Eintrags zu bedeuten hat, es ist koreanisch und heißt: Ich liebe K-Pop. K-Pop ist Korean Pop, also koreanische Popmusik, die nicht nur in Korea, sondern mit der Korean Wave (Koreanische Welle = bezeichnet die weltweit ansteigende Popularität der zeitgenössischen südkoreanischen Pop-Kultur seit Ende der 1990er Jahre) mittlerweile in ganz Asien sehr erfolgreich ist. Ich habe bevor ich angefangen habe mich mit Korea zu beschäftigen, ehrlich gesagt auch noch nie davon gehört, aber einmal hier angekommen, wird man, ob man will oder nicht, damit konfrontiert. K-Pop besteht meist aus Girl- und Boygroups wie sie in westlichen Ländern in den 90ern beliebt waren und die Lieder sind meist ziemlich sinnfrei, dafür sehr romantisch und tanzbar. Die Korean Wave beinhaltet allerdings auch zig Soaps („Korean Drama“), die jedes Jahr ins asiatische Ausland exportiert werden und dort beliebter sind als die eigenen Soaps. Außerdem natürlich Filme und sogar Kleidung, Videospiele etc. Vor allem die Soap und K-Pop Stars werden als Vorbilder genommen und die Mädchen wollen definitiv so sein wie sie und auch viele Männer nehmen sie als Vorbild. Man sieht sie auch überall Werbung machen für Bier/Soju, Kosmetik, sogar North Face und andere ausländische Marken. In vielen Clubs, Geschäften und Cafes läuft K-Pop hoch und runter (aber natürlich auch amerikanische und englische Rock-/Pop–/Hiphopmusik wie in Europa^^ ). Überall strahlen einen Girls Generation und Big Bang an. Diese entsprechen definitiv dem koreanischen Ideal, aber lasst euch sagen, sie entsprechen nicht dem Durchschnitt! Habe ja schon erwähnt wie perfektionistisch Koreaner sind und die meisten sind wirklich asiatisch schlank (auch wenn ich von anderen Asiaten gehört habe, dass sogar die denken, dass Koreaner extrem dünn sind) und vor allem extrem gut angezogen und zurecht gemacht. Styler halt 😉 Dadurch sehen sie natürlich automatisch besser aus, aber viele sind auch operiert. Man sieht es vor allem an den Augen, die sind einfach zu groß. Die Stars sind dann halt nochmal der absolute Superlativ, einfach extrem gutaussehend und die meisten meiner westlichen Kumpels hier, hören nur K-Pop, weil sie die Mädels alle so scharf finden. Ich habe auch das Gefühl die Gruppen brechen hier nicht so leicht auseinander wie in den USA oder Europa, liegt vielleicht an der Kultur, dass man sein Gesicht nicht verlieren darf und am kollektivistischem Denken.

Das war eine gute Überleitung zu meiner Mass Media Class, da ist nämlich das Thema meiner Referatsgruppe, ob sich die kollektivistische oder individualistische Kultur auf die Art wie Werbung betrieben wird auswirkt. Das Referat muss ich morgen (6.12.) halten, deshalb sitze ich auch grad mit meinen Gruppenmitgliedern in einem Cafe (es läuft K-Pop 😉 ) und bereite es vor. Letzte Woche Dienstag war unsere Tanzperformance, ich glaub der Dozent gibt uns die Aufgabe eher für seinen eigenen Spaß. Aber ich muss zugeben es war extrem lustig. Meine Gruppe (4 Mädels ) hat zu Roly Poly getanzt, unten findet ihr den Link und wir haben nicht nur zum dem Lied getanzt, sondern auch genau den Tanz getanzt. Eigentlich nicht so schwer, aber es ist extrem schnell. Ich fand unsere Performance allerdings ziemlich gut, sehr synchron 😉 Wir sind extra in einen anderen Hörsaal mit einer großen Bühne. Besonders lustig waren die Gruppen mit Jungs drin und manche von den Chinesinnen haben es extrem ernst genommen, wir haben uns im Grunde durchgängig tot gelacht. Der Dozent ist echt sehr cool, er hat uns vorher alle noch dazu gebracht Makgeolli zu trinken, um uns aufzulockern 😉 Hat ganz gut geklappt.

Außerdem haben wir vor vier Wochen einen Ausflug zu KBS, dem größten der drei Hauptrundfunksender Koreas, gemacht. KBS produziert jede Menge Soaps und Filme, promotet seine eigenen K-Pop Stars, hat mehrere Radiosender und natürlich Fernsehsender, eigene für Sport, Nachrichten, Unterhaltung usw. Wir  hatten in der Woche schon einen der Produzenten (unser Dozent hat echt gute Kontakte) bei uns im Unterricht und er hat uns etwas über KBS und die Korean Wave erzählt. Wir haben dann eine Führung hinter die Kulissen bekommen und haben bei den Aufnahmen zu „Musik Bank“ zugesehen. Einer Show vielleicht vergleichbar mit The Dome, nur das einiges schon vorher aufgezeichnet wird und dass es eine Art kompliziertes Punktesystem gibt. Wir haben Infinite mit „Paradise“ und Girls Generation mit „The Boys“, das is die Single mit der sie gerade in den USA versuchen durchzustarten, proben sehen. Es waren jede Menge Fanclubs da, die total ausgerastet sind und vor allem die Kerle von Infinite haben die ganz Zeit mit dem Publikum rumgealbert, war einfach sau lustig und irgendwie auch mega absurd die Situation. Danach hat uns (immerhin ein Kurs mit 40 Personen) unser Dozent zum Chicken&Beer (frittiertes Hühnchen ohne Beilage und jede Menge Bier dazu) eingeladen, danach ging es zum Sojutrinken über und danach noch zu Noraebang, der koreanisches Variante des Karaoke. Das ist hier total beliebt, man trinkt nebenbei weiterhin und die Koreaner sind wirklich in beiden Dingen 😉 Wer mich kennt weiß, dass ich Karaoke eigentlich nicht so mag, aber in unserer Gruppe (mittlerweile auf 20 Leute reduziert, da die Chinesen alle heim sind) mit dem Produzenten und unserem Dozenten natürlich ganz vorne dabei, war es einfach nur gut. Eine der besten Nächte, die wir jemals hatten! K-Pop ist und bleibt nervig, aber es gehört nun mal dazu und in einem Club in der Gruppe dazu zu tanzen ist definitiv sehr lustig. Ich werde mich sicher nicht zurück in Deutschland in mein Zimmer setzen und K-Pop hören, aber vielleicht ab und an einmal ein Lied bei You Tube anhören und Heimweh nach Korea bekommen. 

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(Ich hoffe die Links könnt ihr auch von Deutschland oder wo auch immer ihr gerade seid, ansehen. Manchmal geht das ja nur in bestimmten Ländern.)

Roly Poly, das Lied zu unserem Tanz, der schlimmste Ohrwurm EVER.


Und hier noch der Auftritt von Girls Generation „The Boys“ bei Musik Bank, deren Aufnahmen wir live gesehen haben.

Und hier Infinite mit „Paradies“.

Grüße aus dem mittlerweile eisig kalten Seoul

Eure Laura

Time for Taiwan

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Hallo,

erst einmal ein kurzes Update, da ich doch recht lange nichts gebloggt habe. Mir geht es kurz, die Zeit vergeht nur einfach so unheimlich schnell… in elf Tagen ist das Semester vorbei und in 16 Tagen verlasse ich Korea. Damit ist der offizielle Teil meines Auslandssemesters beendet, ich kanns noch gar nicht fassen. Aber ich schlucke die Melancholie jetzt erst einmal herunter und denke an die schönen Dinge in den nächsten Tagen.

Ein Kommilitone aus Mannheim, der in Hongkong studiert, kommt am Dienstag für eine Woche her, dem statte ich über Weihnachten dann den Gegenbesuch ab 🙂 Das wird sicher ganz cool, das Wetter spielt bisher auch noch mit. In der Woche in der ich in Taiwan war, sollen es wohl um die null Grad in Seoul gewesen sein, jetzt sind es wieder so um die 10 Grad und Sonnenschein. Die Luft ist mega klar, das perfekte Winterausflugswetter also. Sonst sind wir alle gerade sehr mit Uni beschäftigt, diese Woche schon eine Präsentation gehabt (dazu mehr in meinem nächsten Blogeintrag 😉 ) und die jetzt kommende Woche haben wir alle noch mehrere Referate und die Klausuren fangen an und enden dann die Woche darauf am Mittwoch. Da für mich das Semester ja nichts zählt, kann ich Alles sehr entspannt angehen und versuche jetzt vorzuarbeiten, damit ich nächste Woche, wenn mein Kumpel da ist, viel Zeit für ihn habe.

Wenn wir also nicht gerade Büffeln, versuchen wir einfach alle möglichst viel Zeit miteinander zu verbringen, gehen viel Feiern. Gestern waren wir mit einer großen Gruppe Austauschstudenten in Heyri, das ist ein Künstlerdorf etwas nördlich von Seoul, indem man jede Menge Kunst und Handwerk selber anfertigen kann, es zig Ausstellungen und Museen gibt und viele Schriftsteller, Musiker, Architekten, Schauspieler usw. arbeiten. Wir waren dort um zu Töpfern, war lustig mit einer so großen Gruppe, auch wenn ich wieder einmal mein fehlendes künstlerisches Talent festgestellt habe 😉

Nun zum eigentlichen Grund für diesen Eintrag: ich war in Taiwan für acht Tage! Mit „Time for Taiwan“ macht die taiwanesische Tourismusbehörde in der Seouler U-Bahn Werbung für Taiwan und da ich eine Freundin aus Mannheim habe, die dort ihr Auslandssemester verbringt, dachte ich jetzt wird es wirklich Mal Zeit für Taiwan. Mein vorheriger Eintrag hat euch ja schon etwas eingestimmt, am 18. November bin ich von Incheon losgeflogen, mit jeder Menge Erwartungen im Gepäck 😉 Ich will euch jetzt aber nicht damit langweilen, was ich jeden einzelnen Tag gemacht habe, also hier nur ein kurzer Überblick über die Highlights, in chronologischer Reihenfolge.

Ich habe mir den Longshan Tempel mitten in Taipeh angesehen, bei strömendem Regen, hehe. Trotzdem war er relativ voll mit Touristen und Einheimischen, die gebetet haben, ich möchte also gar nicht wissen, wie voll er bei gutem Wetter ist. Um ehrlich zu sein, hat der Nebel und der Regen, aber zum Charme des Tempels beigetragen. Dieser ist im 18. Jahrhundert in traditionell-chinesischer Architektur erbaut worden und mehrere Religionen vereinen sich dort wie Buddhismus und Taoismus. Das ist nur einer der vielen Tempel Taipehs, aber was ich gehört habe einer der schönsten, was ich definitiv bestätigen kann.

Ich war in Wulai, das ist eine kleine Stadt in den Bergen berühmt für seinen Wasserfall und die heißen Quellen. Man ist super schnell aus Taipeh (was ja auch mit 2,6Mio Einwohner relativ klein ist verglichen zu Seouls 11 Mio) mit dem Bus in der Natur und schon auf der Fahrt beginnt man zu Erahnen wie wunderschön Taiwan ist. Die Berge sind auch im November noch grün dank des (sub-)tropischen Klimas und überall sieht man Flüsse und Palmen und es ist einfach unbeschreiblich schön. Sowas kann man gar nicht in Worten oder Photos Einfangen. Vor allem wenn man aus dem winterlichen Korea kommt, versetzt es einen in einen totalen Glückszustand plötzlich wieder Sommer zu haben. Angekommen in Wulai sind wir etwas durch die Stadt gelaufen, die bekannt für seinen Ureinwohnerkultur ist, man kann also viele traditionelle Speisen und Handwerkskunst kaufen. Später sind wir dann noch etwas gewandert und zwar zum höchsten Wasserfall der Region „Wulai Falls“. Zwar gibt es dort auch viele öffentliche heiße Quellen, aber wir haben uns dann doch dagegen entschieden, weil das Wetter am späten Nachmittag nicht mehr ganz so schön war und relativ viele Besucher dort waren.

Bei super Wetter sind wir außerdem in den Yeliu Geo-Park gefahren, das ist eine Halbinsel, die berühmt für ihre Gesteinssäulen aus Kalkstein(Hoodoos) ist und einfach wunderschöne Landschaft hat. Bei Sonnenschein und 23 Grad sind wir  dort eine Weile an der Küste rumgelaufen bis zur Spitze des Kaps, wunderschön ist das Meer dort, meine Bilder können das gar nicht ausdrücken!!!

Außerdem war ich noch auf mehreren Night Markets. Da haben die Geschäfte auch noch bis spät in die Nacht offen und verkaufen vor allem Souvenirs, Kleidung, Schmuck usw. und überall gibt es Stände, wo Essen frisch zubereitet wird. Am besten gefallen hat mir aber der Shillin Night Market, dies ist eine Art große Markthalle mit dutzenden von kleinen Restaurants und Ständen in denen Essen zubereitet wird und man es entweder auf der Hand isst oder sich hinsetzt. Da gibt es dann zum Beispiel Stinky Tofu oder andere typische chinesische Gerichte/Lebensmittel. Alles ist extrem billig und die meisten der Dinge hatte ich noch nie gesehen. Gott sei Dank war ich mit einer sehr netten Taiwanesin dort, die ich ein paar Tage vorher kennengelernt hat und die hat mir alles gezeigt und erklärt, viel besser als so tourimäßig allein dort rumzulaufen. Das Mädchen studiert auch an der der NTU Politikwissenschaft und ist sehr nett und offen. Mit ihr habe ich auch über den Taiwankonflikt gesprochen und ihre Meinung unterscheidet sich stark von den Festlandschinesen mit denen ich letzte Woche an meiner Uni gesprochen habe. Sie fühlt sich schon Chinesisch, da es viele kulturelle Gemeinsamkeiten gibt und ein Großteil der Taiwanesen ja auch von chinesischen Einwanderern abstammt, aber sie möchte die Unabhängigkeit von China und sieht Taiwan auch jetzt schon als souveränen Staat. Die Taiwanesen haben übrigens einen ganz normalen Reisepass, der allerdings von China nicht anerkannt wird und sie müssen relativ umständlich eine Art Visa beantragen, wenn sie nach Mainland China wollen. Sie ist schon relativ viel rumgekommen u.a. Korea, Usa und eben auch Peking, wo sie ein Praktikum gemacht hat, und konnte es deshalb relativ gut einordnen. War sehr interessant und bin ich sehr dankbar, dass sie mir gegenüber so offen war. Meine Freundin hat mir immer mal erzählt, dass die Taiwanesen eher nicht über das Thema reden und auch allgemein keine eigene Meinung haben, das kann man von ihr aber nicht behaupten. Die Powis mal wieder, Interesse an der Welt und offen 😉 Aus meiner Erfahrung würde ich sagen, dass Taiwan schon rückschrittlicher und ärmer ist als Korea und mehr Kontrolle besteht und auch starke kulturelle Unterschiede (Koreaner sind viel höflicher und es herrscht ein größerer Druck in der Gesellschaft perfekt zu sein, Taiwanesen sind entspannter und lockerer, dafür sind die Koreaner feierfreudiger und einfach „more outgoing“, man nennt sie ja nicht umsonst die Italiener Asiens 😉 ) bestehen. Allerdings ist das Land schon auch sehr westlich und gut entwickelt und vor allem verglichen zu China relativ frei und offen. 

An einem Nachmittag sind wir noch mit der „Maokong Gondola“, einer Seilbahn die vom Zoo bis in die Maokong Gegend, fährt. Man fährt circa eine halbe Stunde und hat dabei schon einen beeindruckenden Ausblick über die Berge und im Hintergrund sieht man Taipeh. Die Gegend ist vor allem bekannt für seinen Teeanbau, diesen Tee haben wir dann auch genossen, genau wie den nächtlichen Ausblick über Taipeh (in der Ferne).

In Taipeh selber habe ich mir noch die Chiang Kai-shek Memorial Hall angesehen, eine riesige Gedächtnishalle, die in den 70er Jahren zum Gedenken an den ehemaligen Präsidenten der Republik Chinas gebaut wurde. Umgeben ist es von einem Park und dem Nationaltheater und der nationale Konzerthalle. Die Soldaten, die ihr vor der Statue Chiang Kai-Sheks auf meinen Bildern seht, führen gerade eine Wachablösung durch. Nachmittags war ich dann auf dem Taipei 101, bei bestem Wetter, am Vortag war es noch so nebelig, dass man keine 100m weit sehen konnte. Das Taipei 101 ist ein Bürogebäude mit angeschlossener Luxusshoppingmall und derzeit das dritthöchste Gebäude der Welt, nachdem ihm dieses Jahr der zweite Platz vom Mecca Royal Clock Tower Hotel in Saudi-Arabien abgeknüpft wurde. Es gibt im 89. Stock eine Aussichtsplattform und im 91. Stock kann man sogar ins Freie treten. Es waren unheimlich viele auch westliche Touristen dort, sowas bin ich aus Korea gar nicht mehr gewohnt, und ich musste fast eine Stunde anstehen. Der Ausblick war dann an dem Tag allerdings super, abgesehen von den Häusern Taipehs sieht man auch die Berge, echt verdammt schön. Im Gebäude befindet sich übrigens auch das größte Tilgerpendel, die große beige Kugel, die ihr auf meinen Fotos seht, der Welt, um Schwingungen durch Taifune und Erdbeben auszugleichen. Diesem nachempfunden ist das kleine Maskottchen „Damper Baby“ 😉 

Sonst habe ich erstaunlicher Weise viel zu Fuß angesehen und dadurch einen recht guten Einblick in die Stadt bekommen und natürlich waren wir auch viel Feiern und viel chinesisches Essen essen. Die taiwanesische Küche vereint Spezialitäten aus Hongkong, Shanghai, Peking und anderen chinesischen Regionen. Meine besondere Liebe gilt allerdings dem Bubble Tea, das ist nun wirklich sehr taiwanesisch, wenn auch mittlerweile in den USA weit verbreitet. In Korea trinke ich allgemein sehr viel Milktea, also Schwarztee mit Milch, meist gesüßt, im Sommer gern als Latte. 

Vielleicht noch ein paar Bemerkungen zu Taiwan und Taipeh. Ich habe versucht offen dieses Land zu Bereisen, aber nach 4 Monaten hier und den historischen Gemeinsamkeiten vergleicht man unbewusst immer mit Korea. Ich habe um ehrlich zu sein erwartet, dass die beiden Länder sich ähnlicher sind, einfach weil sie beide Tigerstaaten sind, beides Nordostasien (im weitesten Sinne), von Japan besetzt und beide stark buddhistisch und konfuzianistisch geprägt. Auf den ersten Blick sind die beiden Länder sich auch ähnlich, aber im Detail gibt es doch extrem viele Unterschiede, wie ich ja schon angesprochen habe. Eine Gemeinsamkeit ist definitiv wie freundlich und hilfsbereit die Leute sind. Taipeh war für mich etwas enttäuschend, einfach weil ich dachte es ist wie Seoul, aber wie ein Kumpel aus Seoul, der auch vor kurzen in Taiwan war gesagt hat: „Taipeh ist schon nett. Aber verglichen zu Seoul, kommt es einem wie ein etwas besser entwickelten Dorf vor.“

Was einem auf jeden Fall, auch ohne die jeweilige Kultur zu kennen, schnell auffällt, ist das Äußere der Menschen. Um einen Kumpel aus Taiwan, der gerade in Seoul war zu zitieren: „Die Koreaner sind schon ganz schöne Styler.“ Dies fällt mir schon gar nicht mehr auf, aber als ich wieder in Seoul war, habe ich dann sofort gemerkt, wie gut angezogen vor allem meine Generation ist. Den Schönheitsoperationen, denen sich viele Mädchen direkt nach dem Abitur hier unterziehen, stehe ich zwar sehr kritisch gegenüber und es besteht allgemein ein großer Druck perfekt auszusehen, aber man kann nicht bestreiten, wie gut angezogen die große Mehrheit der jungen Koreaner ist. Sogar die kleinen Kinder werden hier von ihren Eltern schon so stylisch angezogen, dadurch werden sie gleich doppelt süß.  Für jeden Mann sind die ganzen High Heels tragenden Frauen wahrscheinlich das Paradies und für beide Geschlechter definitiv die Geschäfte hier. Einkaufen kann man hier auf jeden Fall super, es gibt alle europäischen und amerikanischen Marken, die es auch bei uns gibt, zudem japanische und die eigenen koreanischen. Es gibt alles, von super billig (Schuhe für 5 Euro) bis super teuer (Schuhe für 1000 Euro). Zudem an jeder Ecke die koreanischen Kosmetikgeschäfte The Faceshop, The Saem, Nature Republic, Tony Moly usw. Zudem ein riesiges Angebot an Elektronikgeschäften. Zurück zu Taiwan. Taiwan ist landschaftlich wunderschön und auch das Wetter ist meist top (nur im Winter regnet es jetzt meist jeden Tag in Strömen), das Land ist definitiv eine Reise wert. 

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Ich wünsche euch einen schönen 2.Advent!!! 

Eure Laura

Auf nach Taiwan…

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Hallo meine Lieben,

gerade sitze ich im Incheon International Airport und warte darauf, dass ich Einchecken kann. Es geht nach Taipeh zu einer Freundin, die dort ihr Auslandssemester macht. Heute, Freitag Abend, fliege ich hin und nächste Woche Samstag wieder zurück nach Seoul. Nachdem ich diese Woche mit einigen Chinesen in meiner East Asian History Class das Thema Taiwan ausführlich diskutiert habe (Thema der Stunde war Kommunismus/Kapitalismus) und somit aus erster Hand erfahren habe, wie es meine Generation der Chinesen sieht, bin ich umso gespannter. Deren Meinung ist, dass sie es als Teil Chinas sehen und auch wollen, dass es wieder ein Teil der Volksrepublik Chinas wird, aber das im Moment noch nicht der richtige Zeitpunkt dafür ist. Es muss sich erst noch politisch und ökonomisch angenähert werden. 

Außerdem ist es heute genau drei Monate her, dass ich von Frankfurt nach Korea geflogen bin! Die Zeit vergeht echt rasend schnell, in gut einem Monat ist meine Zeit in Korea schon wieder vorbei und ich sitze wieder hier, dann mit dem Ziel Hongkong. Der Flughafen ist zurecht einer der besten der Welt, wenn ich ihn mit Frankfurt/Main vergleiche finde ich  ICN definitiv um einiges schöner. Eine Gruppe spielt live klassische koreanische Musik und ich überbrücke die Zeit, indem ich das in Korea überall vorhandene Wifi nutze und im Internet surfe.

Gerade hat mich eine gute Freundin von meiner Uni angerufen, sie war gerade eine Woche daheim in Calgary, Kanada und wir dachten wir sehen uns jetzt echt eine Weile nicht. Aber Überraschung, sie ist gerade gelandet und wir treffen uns jetzt 🙂 Yay! Gott sei dank bin ich überpünktlich, mein Flug geht erst in drei Stunden. Ich habe einen Shuttlebus genommen, der direkt von meiner Uni abfährt, hat genau 1,5h gedauert, da der Flughafen ja in Incheon liegt und man zudem durch halb Seoul fahren muss.

Heute ist außerdem ein sehr bedeutender Tag für alle Schüler der 12. Klasse, heute werden landesweit die Universitäts Eintrittsprüfungen geschrieben. Dafür haben die Schüler jahrelang bis zu 16h am Tag gelernt und diese Prüfung entscheidet auf welche Uni sie gehen. Da in Korea 90% der High School Absolventen studieren, ist es besonders wichtig auf eine der Eliteunis zu kommen. Die Uni, die man in Korea besucht, ist ausschlaggebend für das ganze restliche Leben, sie bestimmt nicht nur die Kariere, sondern auch das Privatleben und soziale Ansehen. So hart es auch klingt, aber der Druck in dieser Gesellschaft ist enorm, Eltern tun Alles, damit ihre Kinder auf eine der Topunis kommen und geben Unmengen für Nachhilfeunterricht aus(Stichwort Shadow Education). Im Grunde lernt jedes koreanische Kind auch nach der Schule noch und wiederholt wiederholt wiederholt…bis es perfekt ist und die Fragen zu 100% richtig beantworten kann. Dies ist recht ähnlich in vielen anderen konfuzianistischen geprägten Ländern. Der Spruch „A- is an Asian F“ beschreibt es ganz gut, eine 2 plus ist eine asiatische 6. Da alle so kompetitiv sind, muss man perfekt sein, um eine Chance zu haben. Heute ist auf jeden Fall dieser wichtige Tag, überall sieht man Eltern warten, dass ihre Kinder das Examen beenden und viele Firmen fangen heute später an, damit der Berufsverkehr vor allem in der U-Bahn, die zu den Prüfungen eilender Schüler nicht stört. 

Ich versuche jetzt man mein E-Ticket in ein richtiges Umzuwandeln und treffe mich mit Sam ❤

Kurzes Update: jetzt sitze ich bei Gate 125 und warte auf das Boarding, welches in 15min beginnt. Der Check-in hat sich als komplizierter herausgestellt als ich dachte. Auf meinem E-Ticket stand Asiana Air, allerdings habe ich keinen Counter von Asiana gefunden, um mein Ticket zu holen. Beim Info Schalter von Asiana haben sie dann gemeint 19:45 würde es gar keinen Flug geben, Gott sei Dank hatte ich die Bestätigungsmail mit allen Details ausgedruckt und wie sich dann herausgestellt hat, fliege ich mit EVA Air. Nachdem mir dann die werte Frau von Asiana meine Flugverbindung ausgedruckt hat und mich dann zum falschen Counter geschickt hat, habe ich es nach etwas Suchen doch allein gefunden. Wahrscheinlich eine Kooperation mit Asiana, denn mit denen fliege ich definitiv zurück und wie ich gerade gegoogelt habe, ist EVA Air eine taiwanesische Airline. Auch gut 😉

Nachdem ich den Shuttletrain genommen habe, bin ich jetzt am Gate und es kann endlich losgehen! Habe ich eigentlich schon erwähnt wie sehr ich Flughäfen liebe?! Verbinde sie immer mit Aufbruch, auch wenn ich die Frage am Immigration Schalter am schönsten fand: „Are you coming back to Korea?“ „Yes, next week.“ Seoul fehlt mir schon jetzt 😉

Außerdem ist mir aufgefallen wie wenig westliche Reisende sogar hier am Flughafen sind, ich dachte irgendwie es wären mehr. Aber die einzigen die man sieht sind männliche Geschäftsleute, ein bis zwei Backpacker habe ich auch gesehen, allerdings auch Männer. Die Welt kommt mir gerade riesig vor und ich mir wie ein kleines Mädchen, der Flughafen ist einfach gigantisch, überall nur Asiaten und ich reise allein. Daran sollte ich mich wohl besser schon einmal gewöhnen;) Außerdem habe ich heute gelernt, dass man besser immer seine Alien Registration Card dabei hat! Danach wird dauernd gefragt. Ich freue mich gerade extrem in 3h von meiner Freundin am Flughafen in Taipei abgeholt zu werden, endlich ein vertrautes Gesicht nach drei Monaten und die Vorfeude auf Taiwan ist riesig. Allein weil es dort 25 Grad sind, verglichen zu den 10-15 in Korea 😉

 

Ich melde mich aus Taiwan.

Eure Laura